Unterrichtsgestaltung

Die Kinder im Unterricht

Im Anfangsunterricht des ersten Schuljahres lernen die Kinder der Klasse 1 Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitschülerinnen und Mitschüler kennen. In der Schule erfahren sie eine für sie neue Raum- und Zeiteinteilung. Zum ersten Mal begegnen sie schulischen Aufgabenstellungen und Arbeitsformen.

Die künftige Einstellung der Schulkinder hängt von positiven Anfangserfahrungen an unserer Schule ab. Die Schüler finden daher bei uns vertraute Formen des alltäglichen Lebens, des Spielens und Arbeitens, der Bewegung und des Sports vor. Gebundene und offene Unterrichtsformen ergänzen sich schon vom 1. Schuljahr an.

Wir lernen in Klasse 1

Die Kinder werden in unserer Schule intensiv mit verschiedenen Arbeitsformen vertraut gemacht. Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit, Kreisgespräche, Phasen von Frontalunterricht, Freie Arbeit, Wochenplan und projektorientierter Unterricht wechseln sich ab, ergänzen einander und motivieren die Schüler sich mit Unterrichtsinhalten zu beschäftigen.

Zur Unterstützung des Unterrichts ist es unerlässlich, verschiedenartige Arbeitsmittel und Spiele einzusetzen. Diese werden zum kleinen Teil von den Kindern selbst hergestellt, zum großen Teil jedoch von den Lehrern zur Verfügung gestellt. Hinzu treten dann noch die Schulbücher, die teilweise von den Eltern gekauft werden. Arbeitsmittel und Spiele sind: Schulbuch, Arbeitsheft, Kopiervorlagen, Lexika, themenbezogene Fachbücher, Lernspiele, …

Der handlungsorientierte Unterricht ermöglicht es, dass die Kinder ihre Produkte, also ihre Unterrichtsergebnisse (Bilder, Basteleien, Geschichtenbücher, …) ausstellen, d.h. für andere sichtbar machen und demonstrieren. Hierdurch kann im Unterricht über das Produzierte gesprochen und reflektiert werden. Außerdem bekommen die Kinder Bestätigung für ihre Anstrengung und evtl. Anregungen für weitere Bemühungen.

In unserer bewegungsfreudigen Schule sind tägliche Bewegungszeiten feste Bestandteile des Lebens und Lernens. Diese Betätigung unterbricht bewusst das Arbeiten im Unterricht der Schule, kommt dem Bewegungsdrang der Kinder entgegen und fördert die Bereitschaft sich anschließend wieder Unterrichtsinhalten zu widmen.

Durch den Morgenkreis soll dem spontanen Mitteilungsbedürfnis der Kinder Rechnung getragen werden. Er findet in regelmäßigen Abständen statt und bietet den Kindern Gelegenheit

  • ein Gespräch aktiv mitzugestalten
  • an Äußerungen anderer Anteil zu nehmen
  • Gedanken, Wünsche und Gefühle auszusprechen
  • sprachliche Umgangsformen zu lernen und zu vertiefen
  • für eigene Erlebnisse und Probleme einen Zuhörerkreis zu finden.

Der Grundwortschatz ergibt sich im 1. Schuljahr aus besonders geübten Wörtern. In den folgenden Schuljahren findet eine Erweiterung durch gezielte Übungen mit dem Wortmaterial des Sprachbuches statt, im 4. Schuljahr können auch übergreifende Themen des Sachunterrichts zur Wortschatzergänzung herangezogen werden.

Der Lese- und Schreiblehrgang führt von der Druck- zur Lateinischen Ausgangsschrift.

Im Rahmen des freien Schreibens können Geschichtenbücher eine besondere Art der Motivation darstellen.

Seit dem Schuljahr 2003/2004 ist das Fach Englisch im Fächerkanon des dritten Schuljahres verbindlich. Ab dem Schuljahr 2004/2005 wurden alle dritten und vierten Klassen in Englisch unterrichtet.

Mit dem In-Kraft-Treten der neuen Richtlinien und Lehrpläne zum 1.8.2008 ist Englisch darüber hinaus in der Grundschule ab dem 2.Halbjahr der Klasse 1  verankert. Der Schwerpunkt des Unterrichts in den Klassen 1 und 2 liegt in der spielerischen Begegnung der Kinder mit der Sprache, wenngleich im Lehrplan für das Fach Englisch sowohl für die Schuleingangsphase wie für die  Klassen 3 und 4 Kompetenzerwartungen für verbindliche Bereiche und Schwerpunkte genannt sind. Mit dem Erreichen der Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 4 wird die Grundlage für ein erfolgreiches Weiterarbeiten in den unterschiedlichen Schulformen der Sekundarstufe 1 gelegt. “Am Ende der Klasse 4 erreichen die Schülerinnen und Schüler insgesamt die Niveaustufe A1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen: lernen, lehren, beurteilen, wobei im Bereich des Hörverstehens und Sprechens das Niveau überschritten werden kann.” (s. RL u. LP S.76)

Ein wichtiges Unterrichtsprinzip ist das “Lernen mit allen Sinnen”. So können je nach Struktur der Thematik “Kopf, Gefühl, Hände, Füße, Augen, Ohren, Nase, Mund und Zunge” – also möglichst viele Sinne – einbezogen werden.

Kurze schriftliche Übungen zur Feststellung des individuellen Lernfortschrittes können in allen Klassen und Lernbereichen durchgeführt werden. In den Klassen 3 und 4 werden die schriftlichen Arbeiten zur Leistungsfeststellung in Mathematik und Sprache mit Notenstufen versehen.

Die Rolle der Lehrer

Freie Arbeit und Wochenplan unterstützen das Prinzip des differenzierten Unterrichts und begünstigen die individuelle Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Schüler. Regeln und Lernziele bilden den Rahmen für diese Form der Differenzierung. Die Kinder sind recht frei bei der Auswahl und der Reihenfolge ihrer Arbeiten und gehen nach individuellem Lerntempo vor. Der Lehrer / die Lehrerin kann sich verstärkt um einzelne Kinder kümmern und gleichzeitig alle Schüler bei ihren Anstrengungen beobachten.

Das Kollegium arbeitet dergestalt zusammen, dass Arbeitsmittel anderen zur Verfügung gestellt werden. Dieses erleichtert die Arbeit eines jeden Lehrers.

Falls an unserer Schule ein leichter “Lehrerüberhang” besteht, werden wir, wie in der Vergangenheit, Arbeitsgemeinschaften einrichten. Die Kinder können an den AG’s , für die sie sich interessieren, freiwillig, jedoch dann für ein Halbjahr verpflichtend, teilnehmen. Solche AG’s können folgende Bereiche abdecken: Sport, Kunst, Musik, Theater u. a.

Förderung

Der Förderunterricht kommt grundsätzlich allen Kindern zugute und kann in allen Lernbereichen erteilt werden. Er hat zum Ziel, Lernschwierigkeiten und Lernlücken bei schwächeren Schülern zu beheben und gleichzeitig Kindern mit größeren Lernmöglichkeiten Gelegenheit zu geben, Anreize und Hilfen für ein erweitertes Lernangebot zu nutzen. So wird die Entwicklung individueller Fähigkeiten und Interessen aller Kinder unterstützt.

Das Leseförderprogramm “Antolin” ist seit dem Schuljahr 2002/2003 eine gern genutzten Einrichtung an unserer Schule. Mit ihm ist es uns gelungen, die Lesemotivation der Kinder deutlich zu steigern. In einer festen Schulstunde pro Woche lesen die Kinder in einem Buch aus der Antolin-Bücherei. Nachdem sie ein Buch beendet haben, können sie ihr erworbenes Wissen im Internet anhand eines Quiz überprüfen. Weitere Informationen können Sie auf der Web Site des Programms erhalten, die Sie z. B. über unsere Linkseite erreichen.

Die Klassen- und Schulräume im Unterricht

Der Klassenraum ist Lern-, Erfahrungs- und Arbeitsraum der Kinder. Er ist Bücherei (Leseecke) und Werkstatt, in der die Kinder Zugang zu den Materialien haben, die sie während ihrer Arbeit brauchen. Er ist Ausstellungsraum, der die Ergebnisse der Arbeit zeigt: Bilder und Schriftblätter, kleinere und größere Arbeiten der Kinder, gemeinsame Regeln und Pläne.

Sowohl im Klassenraum als auch im neuen oberen Flurbereich können die Kinder in Leseecken ihr Wissen erweitern und individuellen Neigungen nachgehen.

Unser Schulgebäude wurde im Jahr 2000 erweitert. Dies ermöglicht es uns, neben den Klassenräumen auch zusätzliche Förderräume und ein Forum zu nutzen (z. B. für äußere Differenzierungsmaßnahmen, für Leseecken im oberen Flurbereich, etc.). Es bietet auch verstärkt die Möglichkeit, Schülerarbeiten auszustellen und somit die Kommunikation der Klassen untereinander anzuregen sowie erbrachte Leistungen zu bestätigen.

Eine besondere Bedeutung als Bewegungsraum kommt in der Grundschule dem Schulhof und dem Außengelände zu. Die Pause können die Kinder auf dem Schulhof oder der Spielwiese verbringen. Für den Pausensport steht ihnen eine Auswahl von Möglichkeiten zur Verfügung:

  • fest installierte Spielgeräte (Klettergerüst, Balancierbalken, Rutsche, Hüpfepilze, Hangelleiter, Sandgrube, …) auf der Spielwiese
  • Tischtennisplatten
  • mobile Spielgeräte (Stelzen, Reifen, Seile, Kegel, Bälle, …)
  • Kicker
  • Ruhezonen

Außerschulische Aktivitäten

Wenn es sich vom Unterrichtsthema her anbietet, werden wir mit den Kindern außerschulische Lernorte aufsuchen. Diese originäre Begegnung bezieht die außerschulische Lebenswirklicheit der Schüler ein und unterstützt somit die unterrichtliche Arbeit.

Außerschulische Lernorte sind: naturkundliche Unternehmungen, Bauernhof, Wasserwerk / Talsperre, Klärwerk, Bäckerei, Mühle, Feuerwehr, Post, Gemeindeverwaltung, Pfarrbücherei, Krankenhaus, Museen, Kölner Zoo / Zooschule, Jugendtheater, Tropfsteinhöhle, Schloss Homburg.

Die Kinder erhalten die Möglichkeit, Bücher aus der Klassenbücherei auszuleihen. Um den Spaß am Lesen zusätzlich zu fördern sind Besuche zum Kennenlernen der örtlichen Bücherei sinnvoll.

Die Radfahrausbildung beginnt bereits in der 3. Klasse und endet in der 4. Klasse mit der Radfahrprüfung. Sie findet im Rahmen des Sachunterrichts in Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizei und Unterstützung der Eltern statt. Ihr Inhalt sind sowohl theoretische Kenntnisse über das sichere Radfahren und verkehrsgerechte Verhalten als auch praktische Übungen auf dem Schulhof und in der Verkehrswirklichkeit der Schulumgebung.

Die Eltern

Die Grundschule ist auf die Elternmitarbeit angewiesen. Schule kann nur erfolgreich sein, wenn ihre Erziehungs- und Bildungsarbeit von den Eltern unterstützt wird. Elternsprechtage und sonstige Gespräche im Verlauf eines Jahres sind unerlässlich, damit die Schule ihren Auftrag erfüllen und möglichst im Einklang mit den Eltern arbeiten kann.

An unserer Schule ist es auch üblich, dass Eltern aktiv an Unterricht und Schulleben teilnehmen: z. B. bei Projekten wie “Brot” (Backen); Erstellen einer “Klassenzeitung” zum Ende der Klasse 4; Begleitung bei Tages- und Klassenfahrten; Einsatz bei Bundesjugendspielen, Martinsfest und Schulfesten; …

Zudem nehmen die Erziehungsberechtigten ihr Recht wahr, bei Klassenpflegschaften, Schulpflegschaften und Schulkonferenz mitzuwirken.