Einschulung

Pädagogische Vorbereitung der Einschulung

Grundanliegen unserer Schule ist es, einen kontinuierlichen Übergang vom Kindergarten zur Grundschule zu schaffen. Dazu besteht eine enge Kooperation mit den Kindergärten unserer Gemeinde. Mehrmals im Jahr tagt ein Arbeitskreis Kindergarten – Grundschule, in dem die Zusammenarbeit thematisiert wird.

In der zweiten Oktoberhälfte bzw. der ersten Novemberhälfte erfolgt die Anmeldung der Schulanfänger.

Der Schulleiter lernt jeden zukünftigen Schüler in einem persönlichen Gespräch kennen. Seit dem Schuljahr 2005/2006 nimmt der ehemalige Leiter des Schulkindergartens in Ruppichteroth an dem Gespräch teil.

Auffälligkeiten, die auf Defizite im Bereich der deutschen Sprache oder auf Teilleistungsschwächen hinweisen, führen kurzfristig zu einem Beratungsgespräch mit den Eltern bzw. zu einem Diagnoseverfahren. So kann noch im Vorfeld der Schule eine Förderung durch den Kindergarten oder durch außerschulische Maßnahmen (Ergotherapie, Psychomotorik, Logopädie) erfolgen. Sollten die Defizite im Bereich der deutschen Sprache gravierend sein, so wird die Teilnahme des betreffenden Kindes an einer Sprachförderung vorbereitet. Sie findet im letzten Halbjahr vor Schuleintritt statt.

Eine schulärztliche Untersuchung gibt Aufschluss über den körperlichen Entwicklungsstand und die gesundheitlich bedingte Leistungsfähigkeit des Kindes. Sollten erhebliche gesundheitliche Bedenken gegen eine Einschulung bestehen, so ist dies die einzige Begründung für eine Zurückstellung des Kindes vom Schulbesuch und für einen Verbleib im Kindergarten. Nach Anhörung der Schulärztin entscheidet der Schulleiter hierüber wie über eine vorzeitige Einschulung. Immer wird der Entscheidung ein Gespräch mit dem abgebenden Kindergarten vorausgehen.

In einer Lehrerkonferenz werden die Klassenlehrer für die künftigen ersten Schuljahre benannt. Gleichzeitig erfolgt die Planung des Einschulungstages mit Einschulungsfeier und Gottesdienst. Zu Beginn der Sommerferien wird vom Klassenlehrer ein Einladungsbrief an die künftigen Schulanfänger verschickt, um die Vorfreude auf die Schule zu erhöhen.

Im Mai / Juni findet ein erstes Kennenlernen zwischen zukünftigen Schülern und Klassenlehrern im Kindergarten statt. Darauf erfolgt an einem Vormittag ein Besuch der Schulanfänger in unserer Schule. Sie nehmen an einer Unterrichtsstunde teil und erfahren die schulische Umgebung.

Vor den Sommerferien werden die Eltern der künftigen Schulneulinge zu einem Informationsabend eingeladen. Dabei lernen sie die künftigen Lehrer der 1. Schuljahre kennen. Neben einer Besichtigung der Schule erfolgt die Vorstellung der Bücher und anderer Lernmittel für das 1. Schuljahr. Ebenso werden Hinweise zum Einschulungstag und zum Verlauf der 1. Schulwoche gegeben. Thematisiert werden auch Gefahren auf dem Schulweg und die Benutzung der Schulbusse.

Einschulungstag

Der Einschulungstag wird als besonderer Tag für die Schulneulinge gestaltet. Er findet immer am zweiten Schultag nach den Sommerferien statt, da die Vorbereitung des Einschulungstages einen organisatorischen Aufwand erfordert, der nur am 1. Schultag mit den Schülern der anderen Klassen, die eventuell als Aktive tätig werden, zu erledigen ist.

Am Einschulungstag besuchen die Kinder, Eltern und Lehrer einen ökumenischen Gottesdienst, der von älteren Schülern mitgestaltet wird. Anschließend findet in der Schule eine Begrüßungsfeier mit Liedern, Gedichten, Tänzen, Spielen statt.

Die Schulanfänger gehen danach mit dem Klassenlehrer zu einer ersten Unterrichtsstunde in ihren Klassenraum. Währenddessen sitzen die Eltern bei einer Tasse Kaffee im Forum zusammen. Hierbei informiert sie der Schulleiter über weitere organisatorische Abläufe in den ersten Schulwochen.

Nach Beendigung der Unterrichtsstunde treffen sich die Einschulungsklassen zu einem Gruppenfoto auf dem Schulhof.

Zu den ersten Schulwochen

Zu den Grunderfahrungen der 1. Schulwochen gehören:

  • das Kennenlernen der Lehrer und Mitschüler
  • die Erkundung der Schule
  • die Gewöhnung an die Zeiteinteilung eines Unterrichtsmorgens
  • die Einübung erster Lerntechniken
  • das Umgehen mit schulischen Aufgabenstellungen und Arbeitsformen
  • das Erlernen von Sozialformen
  • das Annehmen von Regeln

Innerhalb der ersten 3 Schulwochen findet an unserer Schule der 1. Elternabend statt. An diesem werden ausführlich das pädagogische Konzept, hier insbesondere des Anfangsunterrichts (siehe Kapitel Unterrichtsgestaltung), die Lerninhalte des 1. Schuljahres sowie allgemeine organisatorische Fragen vorgestellt bzw. erörtert.