Beratung und Übergang

§ 12 AO-GS  (Neufassung der Ausbildungsordnung Grundschule, in Kraft getreten zum 5. Juli 2006)

„(1) Im ersten Schulhalbjahr der Klasse 4 informiert die Grundschule über die Bildungsgänge in den weiterführenden Schulen der Sekundarstufe 1 und das örtliche Schulangebot.“

Diese Information geschieht an unserer Schule gleich bei der ersten Sitzung der Klassenpflegschaft zu Beginn der vierten Klasse, daneben wird das in Betracht kommende überörtliche Schulangebot sowie das Übergangsverfahren vom Schulleiter vorgestellt. Zur persönlichen Vertiefung ihrer Kenntnisse erhalten die Erziehungsberechtigten eine Informationsschrift des Kultusministers über „die Schulformen in der Sek. 1“.

Soweit weiterführende Schulen uns zwischenzeitlich Informationsschreiben bzw. Einladungen zu Schulbesuchen (Tage der offenen Tür u. a.) zukommen lassen, werden diese unter besonderem Hinweis der Klassenlehrerin oder des Klassenlehrers in der/den vierten Klassen ausgelegt.

Auf Wunsch der Schulpflegschaft werden zudem nach Vorwegabfrage alle Tage der offenen Tür auf einem gesonderten Blatt zusammengestellt und den Schülern/innen an die Hand gegeben. Wir wollen so interessierten Eltern die Planung von Besuchen an den sie interessierenden Schulen der Sekundarstufe 1 erleichtern.

Bereits bei dem beschriebenen Informationsabend für Erziehungsberechtigte der Klasse/n vier wird durch den Schulleiter die Problematik der richtigen Schulformwahl thematisiert und auf mögliche negative Auswirkungen durch überhöhte / unrealistische Ansprüche an das Leistungsvermögen des jeweiligen Kindes hingewiesen. Die Erziehungsberechtigten werden um eine gewissenhafte Beobachtung ihres Sohnes / ihrer Tochter gebeten.

Eckpunkte für die Laufbahnentscheidung sind:

  • das in den zurückliegenden vier Jahren gezeigte Arbeits- und Sozialverhalten,
  • der Leistungsstand zum Zeitpunkt der Vorlage der begründeten Empfehlung, besondere Stärken, Schwächen, Interessen, Begabungen,
  • die Lernentwicklung eines Kindes über die gesamte Grundschulzeit,
  • das Lern- und Leistungsverhalten im Bezug auf das Anforderungsprofil der angestrebten Schule oder Schulform,
  • das außerschulische Umfeld.

„(2) Anschließend berät die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer mit den Erziehungsberechtigten in einem persönlichen Gespräch alle Möglichkeiten der weiteren schulischen Förderung.“

Vor der Einzelberatung der Erziehungsberechtigten, die an unserer Schule in der Regel kurz nach den Weihnachtsferien erfolgt, tauschen sich Klassenlehrer/in und Eltern in spontan sich ergebenden Gesprächen oder beim ersten Elternsprechnachmittag des laufenden Schuljahres, Anfang bis Mitte November, über den Lern- und Leistungsstand sowie das Arbeitsverhalten der jeweiligen Schülerin / des jeweiligen Schülers und die Vorstellungen der Erziehungsberechtigten hinsichtlich der Schulformwahl aus.

Nach einer weiteren Beobachtungsphase gibt die Klassenlehrerin / der Klassenlehrer etwa 3 Wochen vor dem Halbjahreszeugnis, anlässlich des zweiten Elternsprechtages für Klasse 4 im Januar, den Erziehungsberechtigten eine Empfehlung für die weitere Schullaufbahn ihres Kindes. Die Ergebnisse der Einzelberatung werden in einem Vermerk festgehalten, die Empfehlung wird mit Begründung abgegeben.

„(3) Als Anlage zum Halbjahreszeugnis der Klasse 4 erhalten die Erziehungsberechtigten eine begründete Empfehlung für die Schulform, die für die weitere schulische Förderung am besten geeignet erscheint. Dabei ist jeweils neben der Hauptschule oder der Realschule auch die Gesamtschule zu benennen. Über die Empfehlung und deren Begründung entscheidet die Klassenkonferenz als Versetzungskonferenz auf der Grundlage des Leistungsstandes, der Lernentwicklung und der Fähigkeiten der Schülerin oder des Schülers sowie unter Einbeziehung des Beratungsgesprächs mit den Erziehungsberechtigten.“

Es bietet sich auch an, ergänzende Messinstrumente (z. B. Lern- und Intelligenztests) heranzuziehen.

„(4) Die Erziehungsberechtigten melden die Schülerin oder den Schüler für eine Schule der von ihnen gewählten Schulform und Schulart an. Die weiterführende Schule unterrichtet die Grundschule über die Anmeldung.“

Diese erfolgt in der Regel in der zweiten Februarhälfte an der Schule, für die sich die Erziehungsberechtigten entschieden haben.

Gesamtschulen führen meist ein vorgezogenes Anmeldeverfahren durch, um von ihnen abgewiesenen Schülerinnen / Schülern die Möglichkeit der fristgemäßen Anmeldung an einer der anderen weiterführenden Schulen zu sichern.

Bei der Anmeldung müssen die Erziehungsberechtigten das Halbjahreszeugnis der Klasse 4 vorlegen, teilweise wird auch das Zeugnis des zweiten Halbjahres der Klasse 3 gewünscht. Eigentlich nicht erlaubt, wenn auch gängige Praxis, ist die Aufforderung mancher Schule der Sekundarstufe I die begründete Empfehlung (Anlage zum Halbjahreszeugnis gemäß § 12 Abs. 3) vorzulegen.

So, wie die ärztliche Untersuchung der Viertklässler durch den schulärztlichen Dienst ein unerlässlicher Bestandteil in der Vorbereitung auf den Wechsel der Schulform darstellt, sind an unserer Schule auch das Abschlussfoto, das Abschlussfest und der Abschlussgottesdienst ritualisiert. Die Eltern der Klasse 4 laden zu einem Abschlussfest ein.

Die folgenden Schulen der Sekundarstufe I können von unseren Schulabgängern erreicht werden: