Medienkonzept

Vorüberlegungen – Arbeiten mit dem Computer

Wir können heute davon ausgehen, dass unsere jetzigen Schulkinder zum Zeitpunkt ihres Eintritts in das Berufsleben überwiegend auf Arbeitsplatze gelangen, an denen der Computer in irgendeiner Form eine Rolle spielt.

Auch im Rahmen ihrer schulischen Ausbildung werden sie immer früher Bekanntschaft mit diesem Gerät machen. Hier steht es einerseits als Werkzeug neben Stift, Schreibmaschine und Druckerei, andererseits aber auch als Informationsmedium neben Buch, Zeitschrift und Film zur Verfügung.

Die Computerspiele wollen wir vorwiegend dem Freizeitbereich überlassen, was jedoch den Einsatz von Geschicklichkeit und Strategiespielen, die gleichzeitig dreidimensionales Vorstellungsvermögen, genaues Wahrnehmen von Formen und Größen, schnelles Reagieren und strategisches Denken fördern, nicht ausschließt.

Eine besondere Bedeutung erlangt der PC als Hilfsmittel im schriftsprachlichen Unterricht. Wir begreifen Schreiben als ein komplexes Wechselspiel zwischen sozialen, geistigen und technischen Aktivitäten. Kinder nehmen an der Schriftkultur als Autoren und Leser teil und werden in beiden Rollen ernst genommen.

Von Anfang an werden die Kinder – auf ihrem jeweiligen Erfahrungsniveau – zu freien schriftsprachlichen Verständigungshandlungen herausgefordert, unterstützt und respektiert. Die Kinder streben nach eigener Zufriedenheit mit sich selbst und ihrem Produkt. Sie wollen sich als Leser und Schreiber vervollkommnen. Sie tun dies eigenaktiv. Sie lernen, indem sie beim Schreiben und Lesen auf Probleme stoßen, diese auf ihre Weise zu lösen und darüber zu theoretisieren. Dabei nehmen sie Verallgemeinerungen vor. An ihnen halten sie fest, bis sie auf ein Problem stoßen, für dessen Lösung ihre bisherigen Verallgemeinerungen – nach eigener Einschätzung – nicht taugen.

In diesem Prozess sind Fehler lernnotwendig. Wir brauchen nicht zu befürchten, dass das Schreiben mit der Hand vernachlässigt wird. Bei einer Ausstattung von 2 bis 3 Geräten pro Klasse ist eine Gewöhnung nicht möglich. Außerdem ist für die Kinder erstrebenswert, was Erwachsene praktizieren und für sie faktische Bedeutung hat.

Der Drucker unterstützt das Schreiben zusätzlich durch Möglichkeiten der Gestaltung des Textes und hebt den Kindern ins Bewusstsein, dass sie für Leser schreiben. Unter diesem Aspekt lernen die Kinder auch die orthografische Schreibweise als Freundlichkeit gegenüber dem Leser zu schätzen. Von hohem didaktischem Wert ist hier die Löschfunktion des Computers, die das Misslungene unsichtbar macht und das Gelungene demonstrativ zeigt.

Auf der eigenen geistigen Meta-Ebene kann ein Kind sich mit dem Text kritisch beschäftigen, mit Partnern diskutieren und ggf. Änderungen vornehmen, bevor er veröffentlicht wird. Im Gegensatz zu Materialien in Buchform bietet sich hier eher die Möglichkeit zur Interaktion.

Ähnliches gilt auch für den mathematischen Bereich. Der Computer, der z. B. eine Rechenaufgabe gestellt hat, reagiert auf die Eingabe der Lösung mit Zustimmung, Korrektur oder einem Tipp zum richtigen Lösungsweg. Da zudem die Bilder meist „animiert“ dargeboten werden, also als bewegte Bilder, spricht solches Material die Kinder mehr an als ein Foto oder eine Zeichnung. Die bewegte Darstellung hilft besonders den jüngeren Kindern beim Übergang vom Anschaulichen zum Abstrakten.

Unterschiedliche Vorkenntnisse der Kinder ermöglichen den Einsatz als Gruppenmedium. Erfahrungsgemäß tauschen die Kinder gern ihre Erfahrungen untereinander aus, arbeiten hoch motiviert und lange konzentriert an einer Aufgabe wie etwa dem Erstellen eines Word-Dokuments, beim Recherchieren mit Hilfe einer CD oder mittels einer Suchmaschine im Internet, beim Kommunizieren über Internet oder E-mail etc.

Mit der Medienecke im Klassenraum wird der Computer, der längst den Alltag der Kinder zu Hause erobert hat, zu einem selbstverständlichen Arbeitsmittel im Lernalltag der Schule. Computer im Unterricht der Grundschule sind jedoch keineswegs isoliert zu sehen, sondern im Verbund und neben allen anderen Medien (z.B. Buch, Tafel, Film, Video, CD, Kassette, Overhead-Projektor etc.) und einem ganzzeitlichen am Kind orientiert Unterricht.

Unser Ziel muss es sein, den Computer in seiner Vielseitigkeit im Rahmen der Richtlinien und Lehrpläne des Landes in unserem Unterricht zu integrieren. Indem wir den Grundschulen einen sinnvollen Umgang mit diesem Medium ermöglichen tragen wir den Forderungen der Richtlinien nach Orientierung an der Lebenswirklichkeit der Kinder Rechnung.

Ständig genutzt werden die Computer auch im Rahmen des Leseförderprogramms “Antolin”.

Ausstattungskonzept – Hardware – Vorhandenes bzw. Wünschenswertes

Im Zuge einer umfangreichen Renovierungs- und Erweiterungsmaßnahme, für die wir unserer Gemeinde aufrichtig danken, wurden an unserer Schule die notwendigen binnenstrukturellen Voraussetzungen für das Arbeiten mit und an Computern geschaffen.

So wurde die gesamte Elektroinstallation erneuert und ein Internetanschluss ins Altgebäude gelegt. Sowohl der Rechner im Büro des Rektors als auch der im Sekretariat und derjenige im Lehrerzimmer sind ans Internet angeschlossen.

Die Rechner im Rektorzimmer und im Sekretariat sind zweckmäßigerweise vernetzt. Beide Arbeitsplätze sind mit einem Drucker ausgestattet, wobei der hochwertigere Tintenstrahldrucker im Sekretariat steht. Auch an den PC im Lehrerzimmer wurde vor kurzem ein Drucker, hier ist es ein Farbdrucker, angeschlossen.

Zur Vermeidung von hohen Folgekosten wurde auf ein Gerät mit einzeln austauschbaren Farbpatronen und einer extra Patrone mit schwarzer Tinte geachtet

Es erscheint dem Kollegium darüber hinaus sinnvoll im Lehrerzimmer einen Scanner zu installieren, der die Möglichkeit bietet Fotos bzw. Dias und Positive einzuscannen. Der notwendige Aufsatz sollte bei der Beschaffung eines adäquaten Scanners nicht vergessen werden.

Aktuelle Ereignisse unseres Schullebens halten wir mit Hilfe einer Digitalkamera fest und können sie so für Lehrer und Eltern zugänglich machen. (siehe Bilderbücher unserer Homepage)

Nach der Installierung eines Fotobearbeitungsprogrammes auf dem PC im Lehrerzimmer sind wir in der Lage, die angestrebte Dokumentation von Arbeitsvorgängen und Arbeitsergebnissen wie von Ereignissen im Schulleben per PC durchzuführen. Der Farbdrucker im Lehrerzimmer und unser großer Kopierer im Flur vor der Verwaltung erlauben den Ausdruck qualitativ guter Fotos.

Im Mehrzweckraum auf der Verwaltungsetage des Altbaus sind mittlerweile 11 PC-Arbeitsplätze mit Internetanschluss eingerichtet. Sie werden intensiv im Rahmen unseres Leseförderprogramms Antolin genutzt. Diese PCs sind untereinander vernetzt und ermöglichen situativ aus dem Unterricht erwachsendes, interaktives und internetgestütztes Lernen und Forschen.

Sie sind keinesfalls nur einer PC- oder Internet-AG vorbehalten, sondern sollen im Rahmen einer Medienwerkstatt einer halben Klasse zur Verfügung stehen, während die anderen Kinder an unterschiedlichen Stationen einen Zugang zum jeweiligen Thema suchen.

In den Vordergrund gerückt werden muss allerdings die weitere Einrichtung bzw. Vervollständigung der Medienecken in den einzelnen Klassenzimmern. Nachdem die dritten und vierten Klassen jeweils einen Computer-Arbeitsplatz mit Drucker, Lautsprechern und Kopfhörern erhalten hatten, erscheint uns dort ein zweiter Arbeitsplatz, möglichst unter Verwendung eines Lap-Tops für sinnvoll.

Bei der Einrichtung bzw. Vervollständigung der Medienecken in den dritten und vierten Klassen hat sich herausgestellt, dass die Verfügbarkeit von jeweils zwei Rechnern ausreicht. Unser Ziel ist es nun, die Klassen 1 und 2 mit jeweils einem Rechner auszustatten, dem dann längerfristig der zweite Rechner/Lap-Top folgen sollte.

Seit Beginn des laufenden Schuljahres 2010/2011 hat jeder Klassenraum einen Internet-Anschluss.

Vier Laptops stehen mittlerweile zur stationären wie mobilen Nutzung zur Verfügung.

Software

Wie bei den bisherigen, so sollte auch auf die neu anzuschaffenden PCs ein Textverarbeitungsprogramm aufgespielt sein. Ein Grafikprogramm z.B. Corel Draw und ein Bildbearbeitungsprogramm müsste je nach Verwendungsabsicht und Standort des Rechners ergänzt werden.

Aus der in vielfältiger Form und für die einzelnen Fächer und Klassen angebotenen Lernsoftware wird das Kollegium eine sinnvolle und kostenbewusste Auswahl treffen.

ACHTUNG! WICHTIG!
Die Grundschule in Schönenberg "Schule am Brölbach" feiert in diesem Schuljahr ihr 100-jähriges Bestehen!